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Sunways halten 20.11.2001
SchmidtBank
Die Analysten der SchmidtBank bewerten die Sunways-Aktie (WKN 733220) mit "halten".
Im dritten Quartal 2001 habe die Sunways AG einen Umsatz von 6,0 Mio. Euro erzielt. Dieser habe sich wie folgt auf die beiden Geschäftsbereiche verteilt: Solarzellen 0,6 Mio. Euro (3. Quartal 2000: 0,4 Mio. Euro) und Solarsysteme 5,4 Mio. Euro (0,3 Mio. Euro). Der Jahresfehlbetrag habe sich auf 0,8 Mio. Euro erhöht (0,7 Mio. Euro). Stark beeinflusst worden sei das Zahlenwerk von dem kurzfristigen Ausfall von zwei Großkunden des Bereichs Solarzellen im August. Die für diese gefertigten Produkte hätten sich anderweitig nicht veräußern lassen: Es sei daher eine Bestandserhöhung an Fertigprodukten von 1,0 Mio. Euro und eine außerordentliche Abschreibung von 0,5 Mio. Euro enstanden.
Bedingt durch die oben geschilderten Schwierigkeiten habe Sunways die Prognose für das laufende Jahr reduziert: Statt eines geplanten Umsatzes von 21,7 Mio. Euro werde sich diese Größe voraussichtlich auf 18,5 Mio. Euro belaufen. Statt des prognostizierten Überschusses von 0,1 Mio. Euro werde ein Fehlbetrag von 2,1 Mio. Euro avisiert. Für das Folgejahr erwarte Sunways eine Umsatzausweitung auf 33,8 Mio. Euro und einen Überschuss von 0,1 Mio. Euro.
Hohes Wachstumspotential sehe Sunways für die POWER Solarzelle, die aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit neue Einsatzgebiete eröffne. Eine der möglichen Anwendungen sei die Ausrüstung von Schiebedächern von PKWs mit diesem Zelltyp. Die durch die Sonneneinstrahlung erzeugte Energie treibe einen Ventilator an, der in den Sommermonaten während des Parkens des Autos die Temperatur im Wageninneren deutlich reduziere. Auf der im September 2001 abgehaltenen IAA hätten mehrere Autozulieferer Schiebedächer gezeigt, die mit Sunways-Solarzellen ausgestattet gewesen seien. Sunways erwarte erste Umsätze aus dieser Anwendung im Jahr 2003.
Weitere Referenzprojekte mit diesem Zelltyp seien in diesem Jahr in Deutschland, Japan und Österreich installiert worden. Der Umsatzanteil der mit der POWER-Solarzelle erzielt werde, solle von 5% im nächsten Jahr auf 25% bis 30% im Jahr 2004 zulegen.
Die Sunways-Aktie habe sich seit ihrer Börseneinführung durch eine hohe Volatilität ausgezeichnet: sie sei im Februar 2001 am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne zwischen 5,5 Euro und 7,0 Euro emittiert worden. Der erste Kurs habe sich auf 13,0 Euro belaufen. Den bisherigen Höchstkurs von 22,3 Euro habe die Aktie am 16. Februar erreicht. Danach sei sie kontinuierlich auf ihr bisheriges Tief von 2,4 Euro gefallen. Analog der Entwicklung des Marktes habe sie sich in den letzten Wochen auf 3,7 Euro erholt.
Bedingt durch das deutliche Verfehlen der Planzahlen für das laufende und das nächste Jahr habe Sunways einerseits viel Vertrauen bei den Investoren verspielt. Auch sei der Marktdurchbruch für die mit viel Vorschusslorbeeren gestartete POWER-Solarzelle noch nicht gelungen. Andererseits arbeite Sunways in einer Branche, die auch in den nächsten Jahren zweistellige Wachstumsraten aufweisen werde. Positiv werte man auch, dass das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen zur Kundendiversifikation ergriffen habe, die eine Wiederholung der Vorfälle vom August dieses Jahres verhindern sollten.
Die Experten der SchmidtBank bekräftigen daher ihre Empfehlung "halten" für die Aktie.
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